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09.12.2009 16:24 Insidergespräch Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen Zum Ende der Seite springen
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Ein Insidergespräch mit den Backstreet Boys

Mitte der 90er Jahre brach in Deutschland ein wahrer Boygroup-Boom aus. Auch hierzulande traten eine Reihe Gruppen hervor, die jedoch allesamt in der Grotte verschwanden. Die Backstreet Boys sind die einzigen Überlebenden aus dieser Zeit, aber sie wissen: "So was wie uns wird es nicht mehr geben". Zwei Mitglieder der Backstreet Boys, Brian und A.J., erklären das Phänomen der Boygroups, das eigentlich gar keins ist.

In der Jako-Arena in Bamberg gaben die Backstreet Boys (BSB) im Rahmen ihrer Welttournee ihr letztes Deutschland-Konzert. Ähnlich wie zu den damaligen Glanzzeiten der Amerikaner, tummelten sich weibliche Fans mit Isomatten und Decken bepackt vor den Eingangstoren und warteten in der Kälte auf den Einlass. Es waren jene Fans, die früher wie heute ganz vorne in der ersten Reihe stehen, mitsingen und ihren Idolen aus der Jugend zujubeln wollen. Vor gut zehn Jahren mussten sich die jungen Frauen noch von ihren Müttern zu den Shows chauffieren lassen. Heute ist das anders. Die meisten BSB-Anhänger sind mittlerweile selbst im Besitz eines Führerscheins. Und statt der besten Freundin, muss nun der Freund mit auf's Boygroup-Konzert.

Auch bei den Backstreet Boys, die mit über weltweit 75 Millionen verkauften Tonträgern nach wie vor die erfolgreichste Boygroup darstellen, hat sich in deren beruflicher Laufbahn einiges verändert. 2006 verließ Kevin Richardson (36) die Band aus privaten Gründen. Das einstige Teenie-Quintett aus den 90er-Jahren Brian Littrell (34), A.J. McLean (31), Howie Dorough (36) und Nick Carter (29) bestreiten nun zu viert die Show. Privat sind Howie und Brian jeweils beide verheiratet, haben Kinder. Nick und A.J. sind solo.

Die Hoch und Tiefs im Musikbusiness haben die Jungs in ihrer mittlerweile 16-jährigen Bandkarriere durchlebt und die Schattenseiten des Ruhms am eigenen Leib erfahren. Aber sie sind immer noch hier. Sie haben die Boygroup-Mania aus den 90ern überstanden und Bands wie Caught in the Act, N'Sync, East 17, Worlds Apart und Bed and Breakfast hinter sich gelassen. Noch bevor Take That und die Urväter aller Boygroups, die New Kids on The Block, ihre Comebacks ankündigten, kamen die Jungs 2005 nach einer dreijährigen Pause wieder zurück ins Rampenlicht. Sie waren eben einen Tick schneller da, als alle anderen, oder wie sie selbst sagen: "Never Gone" (niemals weggewesen). Aber A.J. ist sich sicher: "So was wie die typischen Boygroups wird es nicht mehr geben." "Die Zeiten des hübschen Jungen, der singend auf der Bühne steht während hinter ihm vier gutaussehende Männer tanzen, sind meiner Meinung nach vorbei."
Die Zeiten haben sich geändert

Als der Boygroup-Mogul Lou Pearlman die Band 1993 zu einer der erfolgreichsten Teenie-Bands formte, verwendete er dieselben Komponenten, die schon andere Boygroups zu Stars machten: fünf attraktive, junge Männer, lassen mit Tanz- und Gesangseinlagen die Herzen einer ganzen pubertierenden Mädchengeneration schmelzen.

Gut zwei Jahre mussten die Backstreet Boys durch die harte Ausbildungsphase von Pearlman und Manager Johnny Wright gehen, bevor sie 1995 zum ersten Mal deutschen Boden betreten durften. Der Erfolg kam quasi über Nacht. Mit ihrer ersten Single "We've got it going on" eroberten sie die deutschen Charts und verkauften davon rund 400.000 Exemplare. Es folgte die herzzerreissende Ballade "I'll never break your heart". Von da an nahm die Hysterie um die fünf Jungs aus den USA ihren Lauf. Zu jener Zeit sprach man vom unaufhaltsamen "BSB-Fieber", das sich zuerst in Deutschland und danach in Rest-Europa verbreitete. 1996 veröffentlichten sie ihr gleichnamiges Album "Backstreet Boys", das insgesamt über 10 Millionen Mal über die Ladentische ging. Noch im selben Jahr gab die britische Band Take That ihre Trennung bekannt. Pearlman's Plan ging auf - und die Nachfolger für Take That waren gefunden. "Es gab für uns Gruppen eine spezielle Zeit, in der wir sehr erfolgreich waren", erklärt Brian. "Eine neue Boygroup, die in diesem Business noch mal so einen Boom auslösen möchte, wird es heutzutage schwer haben, denn die Zeiten haben sich einfach geändert", sagt er wohlwissend.

Teenie-Bands lösen Boygroup-Ära ab

Es sind die Teenie-Bands, die die Boygroup-Ära abgelöst haben. Tokio Hotel und die Jungs von den Jonas Brothers aus Amerika zählen derzeit zu den Erfolgreichsten. Beide Gruppen singen und spielen Instrumente, statt sich lasziv zu bewegen. Dass die Backstreet Boys weniger musikalisch wären, hält A.J für absurd: "Wir können auch Instrumente spielen, aber das ist nicht unser Schwerpunkt. Wir sehen uns als Entertainer und Performer. Wir stehen auf der Bühne, um zu singen und zu tanzen. Die Jonas Brothers sind eine neue Generation, keine Boygroup sondern eine Boy-Band". Darüber hinaus erklärt er, dass sich BSB nie als Boygroup gesehen hat: "Wir sind eine Vocal-Harmonie-Group wie Shai oder The Temptations". Das Boygroup-Image hat man ihnen in Europa aufgetragen, weil dort zu jener Zeit der Markt mit Teenie-Bands zu wachsen begann. Dabei wollten die Fünf nur singen: "Boyz II Men, The Temptations und die Four Tops hat man nie als Boygroups bezeichnet. Auch nicht New Edition, bei denen Bobby Brown angefangen hat. Als wir nach Europa kamen, gab es diese Vielzahl von Boygroups, die wie jene Gruppen klangen und aussahen. Wir aber wollten einfach nur singen und keine Boyband sein", schildert Brian. Trotzdem gingen sie als eine der bekanntesten und erfolgreichsten Boygroups in die Geschichte ein.

Kein Boygroup-Phänomen

Das Phänomen der Boygroups können sich die Backstreet Boys selbst nicht erklären. Noch besser - sie finden, dass es gar keins gibt. "Es gibt vielleicht bei den Backstreet Boys einige nennenswerte Besonderheiten, beispielsweise unseren unverwechselbaren Sound oder die Bühnenshows", zählt Brian auf. Vielleicht könnte Lou Pearlman das Phänomen der Boygroups erläutern, säße er nicht seit 2008 wegen Millionenbetruges im Gefängnis. Auch die Backstreet Boys und N'Sync sollen mit "Big Poppa" ihre Probleme gehabt haben. Angeblich hat Pearlman seinen Schützlingen weniger bezahlt, als ihnen vertraglich zugestanden hätte - so ist es auf diversen Internetseiten nachzulesen. Und trotz der ganzen Differenzen, sind sie dem Musik-Mogul immer noch dankbar: "Er hat uns finanziell unterstützt und uns aufgebaut. Am Anfang waren wir ihm sicherlich dankbar, aber die Dinge sind anders verlaufen", erzählt A.J.

Drei Erfolgsregeln fürs Musikbusiness

Heute benötigen die Backstreet Boys keinen Lou Pearlman mehr, der sie nach vorne treibt. Sie kennen das Business mittlerweile ziemlich gut und wissen: "Wenn man in dem Geschäft langfristig erfolgreich bleiben will", sagen sie, "braucht es drei Dinge: Geduld, Leidenschaft und Freude."

"Du musst mit dir im Reinen sein und wissen, wer du bist, bevor du in das Geschäft einsteigst, denn wenn das alles irgendwann mal vorbei ist und dich keiner mehr mag, dann bist du hoffentlich immer noch so, wie vor deiner Karriere", sagt Brian.

Bis auf A.J.s Alkoholproblem und Nicks Skandalbeziehung mit Paris Hilton, scheinen sich die Jungs ungeschoren aus den Boygroup-Dschungel gekämpft zu haben. Dabei sind sie immer auf dem Boden und der Band treu geblieben. Mit "This is us" haben sie im Oktober ihr siebtes Album veröffentlicht. Ein nächstes ist bereits in Planung. Von Heike Fauser

Credit: frankenpost.de

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